Familie Stahl                

1. Stahl, Karoline, Hausfrau, geboren am 13.7.1839 in Wittenberg, Bessarabien, gestorben am 1905 in Wittenberg, Bessarabien, verheiratet am 1857 in Katzbach, Bessarabien mit Christoph Sept.
Kinder:
Jacob, geb. 6.11.1857
Dorothea, geb. 23.7.1860
Margarethe, geb. 8.2.1862
Anna Maria, geb. 6.9.1873
Wilhelmine, geb. 20.1.1878
Justine, geb. 29.1.1881


2. Stahl, Jacob, Kolonist, geboren am 1814 in Neu Sulzfeld, Polen, gestorben am 3.6.1863 in Wittenberg, Bessarabien, verheiratet am 1835 in Wittenberg, Bessarabien mit Maria Dorothea Kuhnle.
Kinder:
Dorothea, geb. 15.4.1836
Karoline, geb. 13.7.1839
Barbara, geb. 22.11.1841
Justine, geb. 9.9.1846
Anna Maria, geb. 24.4.1850
Christian, geb. 13.9.1851
Anna Maria, geb. 15.4.1853
Jacob, geb. 20.6.1856
Johannes, geb. 25.10.1858
Christian, geb. 30.12.1860
Friederika, geb. 29.1.1862


3. Stahl, Jacob, Kolonist, geboren am 7.1.1792 in Schafhausen,Württbg., gestorben am 1859 in Wittenberg, Bessarabien, verheiratet am 1809 in Neu Sulzfeld, Polen mit Anna Catharina Hermann
Kinder:
Jacob, geb. 11.11.1809
Christian, geb. 1.7.1811
Jacob, geb. 1814


4. Stahl, Johann Georg, Tagelöhner, geboren am 1765 in Schafhausen, Württbg., gestorben am 1810 in Neu Sulzfeld, Polen, verheiratet am 4.6.1782 in Schafhausenr, Württbg. mit Anna Maria Sauter.
Kinder:
Anna Maria, geb. 10.4.1783
Elisabeth Catharina, geb. 31.5.1784
Johann Georg, geb. 13.8.1786
Johann Jacob, geb. 7.1.1792
Jacob Friedrich, geb. 24.10.1793


Aszendent amica:

Film-Nr. 1196211 Ilow, Polen (Raum Lodz), Seite 34, AS 2140
Louisental, den 16. April 1808
Dem Colonisten Jacob Stahl ist von seiner Ehefrau Justine geb. Doppler eine Tochter am 15. April 1808 geboren, die bei der Nottaufe am 16. April 1808 den Namen Eleonora erhielt und am 25. April 1808 verstarb.
Die Zeugen waren: Barbara Feist und Daniel Gross aus Louisental.


Ereignisse / History:
Aus dem Königreich Württemberg von 1799-1806 ausgewandert in das Posener Kammerdepartment und nach Südpreußen.
1814 aus politischen Gründen weitergezogen nach Bessarabien, mit der Zusicherung von freier Religionsausübung, Selbstverwaltung und Wehrpflichtbefreiung. Hier bauten sie zum zweitenmal, aus dem Nichts ( Steppe ), blühende Dörfer auf und waren Mitbegründer von Alt-Postal, Katzbach, Kulm und Wittenberg.

 

Das russische Gouvernement Bessarabien umfasste eine Fläche von 44.422 qkm. Von 1814 bis 1842 siedelten rund 9.000 Deutsche auf fast 150.000 ha Kronsland und gründeten darauf 25 Mutterkolonien.
1940 wurden 93 000 Deutsche, nach 150 Jahren harter Arbeit, umgesiedelt "Heim ins Reich". Die Bessarabiendeutschen wurden in den Ostgebieten Wartheland und Danzig-Westpreußen vorübergehend angesiedelt und mußten 1945 auch diese Gebiete verlassen.
Schwerpunkte der Wohnorte 1945: zuerst Niedersachsen, dann vorallem Baden-Württemberg, daneben Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen.
Bessarabien, das Land zwischen Pruth und Dnjestr am nördlichen Ufer des schwarzen Meeres, war seit alters her ein Durchzugsgebiet der Völker aus den Steppen Südrusslands und Asiens nach dem Balkan.
Im 14. Jahrhundert gehörte der südliche Teil zur Herrschaft Basarab I. in der Walachei. Bessarabien trägt nach diesem Herrschergeschlecht seinen Namen. Im Norden und in der Mitte Bessarabiens wohnen mehrheitlich Moldauer (dieser Teil war auch seit 1367 mit dem Fürstentum Moldau vereint), im Süden lebten seit dem 13. Jhd. Tataren und seit dem 15. Jhd. auch Türken.
Im dritten russisch-türkischen Krieg 1806 - 1812 verließ die türk-tatarische Bevölkerung Bessarabien. Russland erhielt im Frieden von Bukarest 1812 Bessarabien zugesprochen und siedelte in den Folgejahren im menschenleeren Süden Bulgaren, Deutsche und Ukrainer an. 1918 wurde Bessarabien rumänisch.
Seit 1990 umfasst der nördliche und mittlere Teil Bessarabiens die Republik Moldau (Moldova, Moldawanien), der südliche Teil gehört zur Ukraine.

Bemerkungen / Notizen:
Zur Ergänzung der Familienchronik Stahl suche ich noch weiterführende Daten und Urkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) und biete gern meine bisher erforschten Unterlagen, Urkunden und historische Literatur zum Tausch an.

Quellen / Hinweise:
Die Ahnenforschung verbindet auch geschichtlich zur Vergangenheit. Da man zwangsläufig – wenn man nicht zu den Datensammlern gehört – auch etwas über den historischen und politischen Hintergrund seiner Ahnen aus der jeweiligen Epoche wissen will. Man geht zurück in die Welt der Vorväter, in die Zeit ihrer Vergangenheit. Der Besitz ihrer Urkunden (Geburts,- Heirats– und Sterbeurkunden) hebt die Anonymität auf und stellt eine persönliche Beziehung dar. Für jeden ernsthaften Hobbyforscher sollte das sein oberstes Ziel sein.