Heraldik |
Aktualisiert am 10.02.1999 |
| Heraldik oder Wappenkunde ist die Lehre von den Regeln der Wappenführung und -darstellung (systematischen Wappenkunde) und der Geschichte des Wappenwesens (historischen Wappenkunde). Sie ist heute eine historische Hilfswissenschaft [2]. |
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Etymologischer UrsprungBereits bei Tacitus (römischer Geschichtsschreiber
55 - 115 n. Chr.) erscheint ein Bataver (germanischer Volksstamm,
der im Mündungsgebiet des Rheins siedelte und im 4. Jahrhundert
in den Franken aufging [2]) als "chariovalda" (zu Heer
und verwalten). Hieraus entstand "hariwald" (Heeresbeamter)
aus dem Ende des 12. Jahrhunderts im Altfranzösischen "hiraut"
wird. Im 14. Jahrhundert entwickelt sich daraus im Spätmittelhochdeutschen
"herolt" [1]. Geschichtlicher UrsprungDie Aufgabe der Herolde bestand darin, die
Wappen zu identifizieren und zu prüfen. Herolde waren von
Fürsten und Institutionen berufene Heeresverwalter, die
für das Kriegs- und besonders für das Turnierwesen
zuständig waren, und zu dem als Sendboten und Unterhändler
eingesetzt wurden [2]. Wissenschaftliche HeraldikIn der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts
entwickelte sich durch die Arbeiten des französischen Jesuiten
C.F. Menestrier (gest. 1659) und des deutschen Theologen Spener
die wissenschaftliche Heraldik [2]. |
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Quellen[1] Kluge, Friedrich: Etymologisches
Wörterbuch der deutschen Sprache, 21. Auflage, Walter de
Gruyther, Berlin, New York (1975) |
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